Kernbrennstoffe
Verfüllung des ehemaligen Uranerz-Tagebau Lichtenberg, Ronneburg, Thüringen
Quelle: Wismut SDAG
Uran ist ein natürlicher, in geringen Mengen vorkommender Bestandteil der Gesteine der Erdkruste. Uranlagerstätten bildeten sich in fast allen geologischen Epochen durch unterschiedliche Prozesse, die zu einer Anreicherung von Uran im Gestein führten. Die Kernkraft nutzt dabei die Energie, die bei der Spaltung des Atomkernes des in der Natur vorhandenen Radionuklids U-235 frei wird.
Im Jahr 2010 waren weltweit 443 Kernkraftwerke in 30 Ländern in Betrieb, die zusammen circa 13 Prozent des weltweiten verbrauchten Stroms erzeugen. Auch bei einem absehbar steigenden Bedarf ist für die nächsten Jahrzehnte aus geologischer Sicht kein Engpass bei der Versorgung mit Kernbrennstoffen zu erwarten. Die Weltproduktion ist 2010 gegenüber dem Vorjahr um 6 Prozent gestiegen.
Die nachhaltige Entwicklung der Kernenergie wird zurzeit jedoch stärker von Problemen der Abfallbeseitigung abgebrannter Brennstoffe bestimmt als von Versorgungsproblemen. Die Kosten für die Schließung von ehemaligen Produktionszentren, wie beispielsweise der WISMUT SD AG, belasten die betroffenen Volkswirtschaften, besonders der Staaten der ehemaligen UdSSR erheblich.
Auch die Beseitigung von Altlasten aus der Zeit des Wettrüstens wie die Reinigung von Atombombentestgebieten, das Verschrotten von Atomwaffen oder die Stilllegung alter Herstellungsanlagen gestaltet sich technisch schwierig und kostenaufwendig. Das Wissen aus der ehemaligen Prospektion und Exploration von Uran wird heute vermehrt im Umweltschutz genutzt.
Die Tätigkeiten der BGR haben sich dementsprechend geändert. Vorrangig ist derzeit die Beratung der Bundesregierung und internationaler Behörden im Bereich der Versorgungssicherheit, aber auch der Sanierung von Bergbaualtlasten.
Weiterführende Beiträge zur Verfügbarkeit von Energierohstoffen
Fachbeiträge und Internationale Kooperationen
- Beratung der Bundesministerien aus der Zeit der Urangewinnung in Deutschland
- Abstellung von Experten in IAEA/NEA Arbeitsgruppen (Red Book)
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