BGR Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe

Kohle

BergleuteBergleute Quelle: DSK (Deutsche Steinkohle AG)

Kohle ist weltweit ein wichtiger Energieträger. Von keinem anderen fossilen Energierohstoff ist noch so viel auf der Erde vorhanden wie von Kohle. Das verbleibende Potenzial an Hartkohle und Weichbraunkohle ist ausreichend, um den absehbaren Bedarf für viele Jahrzehnte zu decken. Kohle verfügt von allen nicht-erneuerbaren Energierohstoffen mit einem Anteil von rund 54 Prozent (724 Gt SKE) an den Reserven und rund 81 Prozent (16.246 Gt SKE) an den Ressourcen über das größte Potenzial.

Kohle entstand im Laufe von Jahrmillionen aus abgestorbenem organischen Material. Durch den Inkohlungsprozess verwandelte sich Torf unter hohen, lange einwirkenden Temperaturen zu Weichbraunkohle und schließlich zu Hartkohle. Während dieses Prozesses stiegen der Kohlenstoffanteil und auch der Brennwert. Hartkohlen haben einen sehr hohen Energiegehalt von mehr als 16.500 Kilojoule pro Kilogramm. Sie werden weltweit in unterschiedlichen Qualitäten gehandelt. Nach ihrer Verwendung werden Hartkohlen in Kesselkohlen und Kokskohlen unterteilt.

Weichbraunkohlen hingegen sind energieärmer, enthalten viel Wasser und werden deswegen nur kurze Wege transportiert und regional verwendet. Bei längeren Transportwegen würde der Energieverbrauch des Transports den Energieinhalt der Weichbraunkohlen übersteigen. Weichbraunkohle wird überwiegend zur Erzeugung von Strom eingesetzt.

2010 hatte Kohle einen Anteil von etwa 30 Prozent am weltweiten Primärenergieverbrauch. Nur der Anteil von Erdöl lag noch darüber. Dabei entfielen gut 28 Prozent des Primärenergieverbrauchs auf die Hartkohle und rund zwei Prozent auf die Weichbraunkohle. Bei der Stromerzeugung 2009 war Kohle mit einem Anteil von etwa 40 Prozent der weltweit wichtigste Energierohstoff. In Deutschland ist sie der wichtigste einheimische Energieträger.


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