Massenbewegungen
Landslide Kathmandu
Quelle: BGR
Massenbewegungen oder Rutschungen sind schwerkraftbedingte, hangabwärtsgerichtete Verlagerungen von Locker- und Festgesteinsmassen. Das Hangversagen lässt sich in Bezug auf die Bewegungsform in vier Grundtypen gliedern, die sich als Gleiten (Rotationsgleitung, „slides“), Kippen („toppling“), Stürzen (Fels-, Bergsturz, „rock falls“), und Fließen (Muren, „debris flows“) beschreiben lassen. Oft treten Kombinationen dieser Grundtypen auf, die international meist unter dem Oberbegriff „landslides“ zusammengefasst werden. Entsprechend ihrer Kinematik können die unterschiedlichen Hangbewegungen schnell und plötzlich auftreten oder als langsame und lang andauernde Kriechprozesse ablaufen. Hauptauslöser („trigger“) für Massenbewegungen sind Starkniederschläge, Schneeschmelzereignisse, Erdbeben sowie Eingriffe durch den Menschen.
Massenbewegungen sind eine weit verbreitete geogene Gefahr („geohazard“), die jedes Jahr große ökonomische Schäden hervorrufen und viele Menschenleben fordern. Bevölkerungswachstum und der damit verbundene Siedlungsdruck in ungünstige Hangbereiche, zunehmende Umweltzerstörung sowie die potentielle Zunahme von klimatischen Extremereignissen infolge des Klimawandels wird das Gefährdungspotential von Massenbewegungen zukünftig weiter erhöhen. Entsprechend steigt der Bedarf an verbesserten Strategien zur Gefahrenverminderung („hazard mitigation“), deren Grundlage auch die verstärkte interdisziplinärer Forschung sein muss.
Aktuelle Projekte (Auswahl):
Terrestrisches Laserscanning: Methodenentwicklung Landslides
- Entwicklung und Implementierung prognostischer Tools für flächenhafte Georisikobewertungen hinsichtlich Massenbewegungen für den zukünftigen Einsatz in WTZ/TZ-Georisiko-Projekten
- WTZ-Projekt: „Feasibility study for the development of a GIS -based geohazard inventory system (landslides) for an assessing vulnerability of transport systems/lifelines in Uzbekistan“
- WTZ-Projekt (Bund/Land Mecklenburg-Vorpommern): Georisiko Steilküste Rügen/Deutschland
- Methodenentwicklung Fernerkundung: Neue Sensoren für den Bereich Georisiken und Entwicklungszusammenarbeit (TZ-Projekte)
Eine Gesamt-Zusammenstellung unserer Projekte finden Sie in der Projektliste.
Kontakt 1:
Kontakt 2: